Reportagen


Mit Glück und Kraft zur Iglu-Nacht

Die Baucrews vor einem fertigen Iglu
Die Baucrews vor einem fertigen Iglu

Sei es eine Bergbesteigung oder eine Polexpedition: Abenteuer

beginnen immer mit einem, dem Aufbruch.

 

So trafen sich total gespannt und hochmotiviert sich zwei Familien mit insgesamt 4 Kindern im Gwunderrum Brienz. Das Ziel war klar: Gemeinsam ein Iglu bauen und darin wohl warm übernachten. Der Weg dorthin ungewiss, verstärkt durch das neblig-regnerische Wetter.

 

Nach einer kurzen Einführung in das Verhalten im Winter durch die Leiter dieses Familienwochenendes Elmo Mesic von der Jugendarbeit Haslital-Brienz und Daniel Wüthrich aus Thun sowie die Materialverteilung ging es los Richtung Axalp. Auf dem Weg vervollständigte sich das Abenteuererteam noch mit Aaron, einem Hilfsleiter, Janet und Johanna, der mit Abstand jüngsten Abenteurerin (4 Monate).

Nach einer kurzen Schneeschuhwanderung übergab uns Elmo eine Schneesonde, womit wir in die Schneelandschaft durch den Nebel gingen, um einen geeigneten Bau- und somit Schlafplatz für uns zu finden.

 

Schnell war sich die Gruppe einig und der Iglu-Bau begann…, mit Festtreten zweier grösserer Schneeflächen. Daraus sägten wir mit Schneesägen

Blöcke heraus und begannen damit zunächst einen Gruppenplatz zu umfrieden. Der Einstieg war getan und auch die Skeptiker unter uns beruhigt, die befürchtet hatten, bei diesen Schneeverhältnissen keine Blöcke schneiden zu können.

 

Nach einem Lunch ging es nun ans Werk! Mit grossem Elan und gleicher Technik begann der Bau der Iglus, dessen „Wände“ rasch wuchsen. Da Schneeblöcke sägen, tragen und verbauen anstrengend ist, konzentrierten wir uns zu erst auf ein grösseres Iglu. Dazwischen war es wunderbar am Feuer bei heissem Bouillon zu pausieren. Für eine angenehme Atmosphäre am Gruppenplatz sorgte Janet mit

Johanna. In Anspruch nahm uns die Schliessung der „Gebäude“, da durch steigende Temperaturen die Blöcke zunehmend

 

Nachdem ca. 11/2 Tonnen Schnee bewegt wurden, war eine grosse Erschöpfung nicht verwunderlich. Umso besser schmeckte zum Znacht eine schlichte Suppe, die sich wie ein 5-Gänge-Menü anfühlte. Und nach gemütlichem Zusammensitzen am Lagerfeuer überwältigte doch alle die Müdigkeit, so dass wir in die Iglus

hineinkrabbelten, um dort zu schlafen. Man musste sich daran gewöhnen,

dass der Eingang unterhalb der Liegefläche liegt und natürlich recht eng war.

 

Die Nacht war sehr speziell! Eine Familie konnte sehr gut schlafen und froh nicht, die andere musste sich noch zusätzlich wärmende Gedanken machen.

Morgens traf man sich bei Schneetreiben müde aber strahlend nach solch einem Abenteuer zu einem kurzen Zmorge und packten wir in Anbetracht es sich verschlechternden Wetters rasch die Rucksäcke. Welch ein Glück, das das Wetter erst Sonntag umschlug, sonst wäre ein wunderbares Erlebnis nicht möglich gewesen.

 

Ein wärmender und beschaulicher Abschluss bildete noch ein Pancake-Essen in der Jugendarbeit Brienz, wo wir die Familien verabschiedeten mit der Idee, sich nächstes Jahr wieder zum Iglu-Bau zu treffen. Und ganz vielen anderen Familien davon zu erzählen…..

 

Danke an Berner KMU Oberhasli für die finanzielle Unterstützung dieses tollen Familienabenteuers sowie die Stiftung you Count, Wilderswil und Fam. Josi, Bönigen für die Bereitstellung von Mietmaterial.

 

Bildergalerie

 

Artikel Jungfrauzeitung